CONTROL treibt Verifikation, Validierung und eine sichere Entscheidungsfindung für automatisiertes Fahren voran

Das Konsortialtreffen und der V&V-Workshop markierten bedeutende Fortschritte beim Umgang mit Unsicherheiten im automatisierten Fahren.

Das Forschungsprojekt CONTROL hat wichtige Meilensteine bei der Bewältigung der zentralen Herausforderung des Projekts erreicht: Wie können hochautomatisierte Transportsysteme auch in komplexen und schwer vorhersehbaren Situationen sicher betrieben werden? Jüngste Treffen des Konsortiums in Kaiserslautern sowie ein spezieller Workshop zu Verifikation und Validierung (V&V) in München brachten die Projektpartner zusammen, um technische Entwicklungen abzustimmen, die Zusammenarbeit zu stärken und Prioritäten für die nächste Projektphase festzulegen.

Am 7. und 8. Juli 2026 kam das CONTROL-Konsortium zu seiner dritten General Assembly in Kaiserslautern zusammen, die vom Fraunhofer IESE ausgerichtet wurde. Ein zentrales Diskussionsthema war die Erkennung, Bewertung und das Management von Unsicherheiten entlang der Wahrnehmungskette. Die Partner untersuchten verschiedene Arten von Unsicherheiten, darunter Produkt-, Prozess- und Argumentationsunsicherheiten, und diskutierten deren Auswirkungen auf zukünftige Absicherungskonzepte. Die während des Treffens vorgestellten Demonstratorentwicklungen verdeutlichten ein breites Spektrum an Ansätzen, darunter Software-, Model- und Vehicle-in-the-Loop-Methoden, Sensorfusionskonzepte sowie Verfahren zur Quantifizierung und zum Umgang mit Unsicherheiten in der Wahrnehmung.

In parallelen Workshops arbeiteten die Konsortialmitglieder an Architektur- und Schnittstellenthemen, Qualitätsmetriken, Adaptionsmechanismen, dem Minimum Viable Product (MVP) sowie an der Integration von Produkt- und Prozessunsicherheiten in das übergreifende Projektframework. Der intensive Austausch lieferte wertvolle Erkenntnisse, die zur Gestaltung kommender Projektmeilensteine beitragen und die weitere Entwicklung sicherer Technologien für das automatisierte Fahren unterstützen werden.

Ergänzend zu den während des Konsortialtreffens geführten Diskussionen konzentrierte sich ein spezieller Workshop von Teilprojekt 5, der von der Siemens AG in München ausgerichtet wurde, auf die Weiterentwicklung zentraler Methoden, Werkzeuge und Prozesse für die Verifikation und Validierung innerhalb des Sicherheitsrahmens von CONTROL.

Die Diskussionen konzentrierten sich auf drei wesentliche Bereiche: die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit zwischen Sicherheitsargumentation und den zugrunde liegenden Nachweisen, die Weiterentwicklung von Ansätzen zur Ableitung von Validierungszielen sowie die Weiterentwicklung domänenübergreifender szenariobasierter Validierungsmethoden mit besonderem Augenmerk auf dem Management von Unsicherheiten. Darüber hinaus wurde die wachsende Bedeutung simulationsbasierter Nachweiserzeugung als zentraler Baustein zukünftiger Validierungsaktivitäten hervorgehoben.

Teilprojekt 5 nimmt innerhalb von CONTROL eine zentrale Rolle ein, indem es Risikoakzeptanzkriterien operationalisiert und das Verifikations- und Validierungskonzept des Projekts sowohl für das Fahrzeug als auch für dessen Wahrnehmungskette umsetzt. Mithilfe simulationsbasierter Werkzeuge und Methoden verfolgen die Partner das Ziel, eine transparente und nachvollziehbare Verbindung zwischen Sicherheitsargumenten und den zu ihrer Untermauerung herangezogenen Nachweisen sicherzustellen.

Bildnachweis: KIT, EICT, Infineon für das CONTROL-Konsortium

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